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Geschrieben von: Stefan Schwan
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Wenn es nur das Ükern-Viertel wäre, in dem sich einige Autofahrer benehmen als gäbe es den §1 der Straßenverkehrsordnung nicht! Fast überall in der Innenstadt ist es dasselbe Bild, gleichgültig ob auf der Heiersstraße, der Marienstraße oder am Ükern. Wen wundert es, haben CDU und FDP doch erfolgreich alles dafür getan, um mehr Autoverkehr in die Innenstadt zu holen und damit den Autofah-rern das Gefühl zu geben, als seien sie es, denen der Raum innerhalb des Walls gehört und nicht die Fußgänger.
Die zahlreichen innerstädtischen Parkflächen ziehen immer mehr Verkehr in die Innen-stadt und CDU und FDP lassen keinen Zweifel, dass der Parkplatzausbau in der Kernstadt auch in den kommenden Jahren ungebremst weiter gehen wird. Würden die Autofahrer nur die Parkhäuser ansteuern, wäre das Problem noch handhabbar. Die meisten Autos grasen aber erst einmal das ge-samt Viertel nach einem vermeintlich kostenlosen Stellplatz ab – meist ohnehin Anwohnerparkplätze – bevor sie dann doch noch ins Parkhaus fahren. Dieser sogenannte Parksuchverkehr lässt sich beson-ders an der Marienstraße beobachten, wo zahllose Autofahrer bis zum Abdinghof vorfahren, um dann dort festzustellen, dass der kleine Parkplatz schon komplett belegt ist. Also geht es mit Vollgas ent-nervt zurück zum Königsplatz. Auch die Spielstraße am Heiersplatz scheint von vielen Autofahrern als Aufforderung verstanden zu werden, jetzt noch einmal richtig Gas zu geben. Man könne an vielen Stellen in der Innenstadt nicht kontrollieren, meint der Pressesprecher. Warum nicht im gesamten Innenstadtbereich innerhalb des Walls erst einmal Tempo 30 einführen, damit die Durchschnittsge-schwindigkeit sinkt? Auch wäre es schon ein Anfang, den Autoverkehr konsequent dort herauszuhal-ten, wo er sowieso nicht hin gehört: Während z.B. der Rathausvorplatz ganztägig für den Radverkehr gesperrt ist und so mancher Autofahrer auch gerne die Busse vor dem Rathaus entfernt hätte, gleicht das Stück zwischen Kamp und Marienstraße morgens einer Autobahn. Man kann sich kaum vorstel-len, dass das alles Lieferverkehr sein soll. Auch auf dem Kamp, der eigentlich eine Fußgängerzone ist und somit für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist, sieht man den gesamten Tag über immer wieder Privat-PKW einfahren und teilweise links an Bussen vorbeispurten, obwohl gerade dort besonders viele Fußgänger aussteigen. Ähnlich sieht es in der Grube aus, ebenfalls eine reine Fußgängerzone. Hier fahren tagsüber zahlreiche „Anwohner“ mit Höxteraner, Gütersloher oder Lippstädter Kennzei-chen. Ein Beamter würde zur Kontrolle hier schon reichen. Und wenn die Polizei angeblich in der Innenstadt nicht kontrollieren kann, weil die Straßen zu kurz oder zu schmal sind, dann hilft doch nur noch eins: Die Raser müssen ganz draußen bleiben. Das wäre sowieso das sinnvollste: Statt immer noch mehr Verkehr in die Innenstadt zu holen den Verkehr auf Parkflächen außerhalb des Walls zu halten, die Innenstadt nur noch für Anlieger freizugeben und generell innerhalb des Walls Tempo 30 anzuordnen.
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